Christoph Schöttler Maschinenfabrik GmbH - SCHÖMA, Diepholz
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SCHÖMA Lokomotiven GmbH, Diepholz


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Firmen-Geschichte

Christoph Schöttler gründet 1929 nach dem Austritt aus seinem Familienunternehmen, der Diepholzer Maschinenfabrik DIEMA, die SCHÖMAG, die heutige Bezeichnung SCHÖMA wird erst später eingeführt. Neben Motoren, Treckern (sog. Diesel-Motor-Zugmaschinen), Verladerampen und Einrichtungen für den Straßenrollerbetrieb werden ab 1931 auch hier kleine Motorlokomotiven für Feld-, Gruben- und Werkbahnen gebaut. Einen bedeutenden Aufschwung auf diesem Gebiet erlebt das Unternehmen nach dem II. Weltkrieg: Ab Oktober 1946 bis April 1956 werden für Orenstein & Koppel 160 Lokomotiven des Typs MD2 gebaut. Die Auslieferung erfolgte über O&K-Dortmund mit O&K-Fabriknummer. Ab 1949 folgen Rottenkraftwagen für die Bundesbahn, anderen Spezialfahrzeugen folgen. Bis heute hat sich der Diepholzer Betrieb auf dem Markt halten können, da vor allem ins Ausland geliefert wird und die "großen" Lokomotivfabrik keine schmalspurigen Schienenfahrzeuge und Rangierlokomotiven mehr bauen. Besonders in den letzten Jahren sind Baulokomotiven, die heute, gemäß ihrem Haupt-Einsatzort, als Tunnelloks bezeichnet werden, gefertigt worden.

Durch Beschluss des Amtsgerichts Syke (15 IN 169/24) vom 9. Oktober 2024 wurde über das Vermögen der SCHÖMA Christoph Schöttler Maschinenfabrik GmbH das Insolvenzverfahren eröffnet. Anfang Januar 2025 wurde das Unternehmen vom Investorenpaar Brennan aufgekauft und kann so, nun unter dem Namen "SCHÖMA Lokomotiven GmbH" weiter produzieren. Die Eintragung in das Handelsregister B Nr. 137055 beim Amtsgericht Frankfurt am Main erfolgte am 17. Januar 2025.

 

Produktionszahlen

Auch hier beginnt die Fabriknummernzählung - wie bei DIEMA - mit der Nummer 101. Die Angaben zu der ersten Lok FNr. 101 sind leider nicht mehr zu ermittelt, die FNr. 102 wird im Mai 1931 geliefert. Die erste nachweisbare Lieferung datiert aber vom 21. April 1931 unter der Fabriknummer 104, wobei diese ersten Lieferungen nach Frankreich exportiert werden. Bis zum Ende des II. Weltkriegs sind etwas mehr als 600 Lokomotiven geliefert, bereits 1950 sind es über 1000. Jetzt werden auch erstmals dreiachsige Lokomotiven gebaut, die vor allem nach Indonesien exportiert werden.

Ende 2025 ist mit der Lieferung von drei Tunnellokomotiven für Polen die Fabriknummer 7307 erreicht. Da allerdings anfänglich auch Motoren und Trecker mitgezählt wurden, später Achsgetriebe und Maschinen folgten und auch antrieblose Rottenkraft-Anhänger eine Fabriknummer tragen, liegt die Zahl der nachweislich gebauten Lokomotiven mit rund 5.920 Lokomotiven Ende 2025 deutlich niedriger im Vergleich zur Fabriknummer 7307:

StückzahlBemerkung
7.307aktuell höchste bekannte Fabriknummer (31.12.2025)
-100begonnen wurde mit der FNr. 101
-97frei geblieben, nicht belegt
-6nicht geliefert (storniert, nicht neu belegt)
-13Umbauten
-703FNr. für antrieblose Schienenfahrzeuge (Rottenkraft-Anhänger, Tandem-Anhänger für Tunnellok)
-397Ersatzmotor, Drehgestelle, Maschinen und sonstige Aggregate
-34Trecker bzw. Kfz
8Doppelbelegungen (allerdings fraglich)
-46Lieferangaben (noch) nicht bekannt
5.919ab 1931 bis Dezember 2025 nachweisbar gebaute Lokomotiven

Da auch heute noch Lokomotiven gebaut werden, steigt die Zahl weiter an. Zum Teil befinden sich die oben schon mitgezählten Lokomotiven noch im Bau.

 

Quellen

  • Andreas Christopher und Ulrich Völz: "Die Feldbahn Band 7: 75 Jahre Schöma", Verlag Ingrid Zeunert, Gifhorn, 2005
  • Lieferunterlagen und Referenzlisten Schöma, Diepholz
  • North Data - https://www.northdata.de/

 


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© Jens Merte